

Karlsruher SC – Bayer Leverkusen
Leverkusen hat heute die Gelegenheit gegen den KSC zu siegen und damit die Tabellenführung zu übernehmen, zumindest für eine Nacht, denn Hoffenheim spielt erst morgen gegen die Hertha. Und Patrick Helmes und Stefan Kießling sind topfit und torhungrig.
Leverkusen will heute schnell alles klar machen und zwar sehr schnell! Nach 33 Sekunden erzielt Helmes dann auch schon das 0:1 für die Gäste! Ein Pass des Chilenen Arturo Vidal findet Helmes blind, der findet das Tor blind und ein souveränes Blitztor für die Leverkuser. Dann in der 17. Minute, Leverkusen will es wissen und so spielt ein großartig spielender Brasilianer, Renato Augusto nämlich, auf den nicht minder gut spielenden Kießling, der köpft unbedrängt ein zum 0:2: das war eine schnelle Aktion von Renato Augusto, die Weltklasse hatte, denn er hatte wirklich den Ball einen Millimeter vor der Grundlinie aus vollem Lauf geflankt und Kießling dabei so sicher bedient… Note 1,0 mit Sternchen für diese Aktion und das verdiente zweite Tor. Seien Sie ehrlich, kennen Sie Michal Kadlec, einen 24-jährigen Tschechen bei Leverkusen? Nein? Sollten Sie sich aber merken, diesen Namen. Denn der Abwehrspieler darf in der 24. Minute einen Freistoß ausführen und warum wird sofort klar, als der Ball den Weg vom linken Fuß des Tschechen ins rechte Eck der Karlsruher findet. Toll und 0:3. Ist das schon der Vorentscheid? Nein, denn ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Der KSC hat ein bisschen Glück, als er in der 37. Minute ein Tor erzielt durch den Brasilianer Antonio da Silva nach direktem Freistoß. Es sah sogar danach aus, als ob der Ball von Kießling abgefälscht gewesen wäre. Egal, wer zuletzt dran war, es steht 1:3. Das Spiel gewinnt dadurch in den letzten Minuten noch mal an Geschwindigkeit. Ein wahres Ping Pong, der Ball geht hin und her. Dann aber Halbzeitpfiff.
Unverändert kommen die Teams aus der Umkleide. Und: Langeweile. Bis plötzlich in der 60. Minute eine Überraschung aus dem Nichts kommt: Freistoß für den KSC, den da Silva ausführt; der Ex-Rostocker Tim Sebastian steht goldrichtig und hat keine Mühen in das lange Eck zu treffen. Unglaublich, jetzt wird’s noch mal spannend, denn es steht plötzlich 2:3. Direkt im Anschluss kommt für den Südafrikaner Bradley Carnell der Georgier Alexander Iashvili ins Spiel (61. Minute) und hat in der 62. Minute auch schon das 3:3 auf dem Fuß. Aber hier kann Rene Adler zeigen, was er kann und pariert glänzend. Und dann, in der 76. Minute wieder Iashvilli, der Mann ist Gold wert! Der eine Flanke des Ex-Bayern-Spielers Stefano Celozzi zum mittlerweile verdienten 3:3 verwandeln kann! Was für ein Spiel. Gegen so starke Leverkusener einen 0:3-Rückstand aufzuholen: Chapeau! Die reagieren prompt und wechseln den zuletzt etwas blassen Helmes aus, für ihn kommt der Grieche Gekas ins Spiel. Aber er wird torlos bleiben in dieser Runde, die pünktlich in der 90. Minute abgepfiffen wird. Beide Mannschaften nehmen je einen Punkt mit, was den KSC mehr freuen dürfte, als Bayer Leverkusen, für die nach der 24. Minute alles nach einem klassischen Dreier aussah. Enttäuschung bei Bayer, die die Tabellenführung an die TSG Hoffenheim abgibt. Hoffenheim hat so morgen gegen Hertha die Chance, sich endgültig ein dickes Polster zu verschaffen auf ihrem ersten Platz. Ob Ibisevic für Hoffenheim treffen wird?