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VfL Bochum – Werder Bremen (12.Spieltag)

8.November.2008 Kommentare: 0

VfL BochumWerder Bremen, die Nr. 1 im Norden!

VfL Bochum – Werder Bremen

Keine Mannschaft in der Liga ist derzeit so starken Leistungsschwankungen unterworfen wie Werder Bremen. Ihr Spiel changiert zwischen Genialität (wie gegen die Bayern, gegen die Berliner) und absoluter Zweitklassigkeit (wie gegen die Athener, wie gegen die Gladbacher). Personell hat sich bei Werder im Vergleich zum Champions League Spiel einiges geändert. Torsten Frings, in der CL zuletzt wegen Gelbsperre auf der Bank, spielt wieder mit. Das Sturmduo des heutigen Tages lautet Claudio Pizarro und Hugo Almeida. Neu ist außerdem Sebastian Boenisch, der für den Österreicher Sebastian Prödl spielt. Bei Bochum ist Freier gelbgesperrt und wird dem VfL sicher fehlen.
Die nicht unattraktiven ersten 20 Minuten kommen ohne große Highlights aus. Erst in der 23. Minute spielt Frings in brasilianischer Manier die Abwehr der Bochumer aus, um dann letztlich an seinem eigenen Bein zu scheitern: er stolpert, vertändelt, Chance vorbei. Werder verpasst es, ein frühes Tor zu erzielen und so kommen langsam auch die Bochumer ins Spiel. Chancen gibt es für beide reichlich, aber keine zwingenden. So bleibt das einzige Highlight der ersten Halbzeit das Foul von Pizarro am Bochumer Joel Epallé. Der Peruaner sieht verdient gelb dafür, der Kameruner kann nicht weiterspielen und wird ausgewechselt. Für ihn kommt der Österreicher Christian Fuchs. Das war’s, Halbzeitstand 0:0.


Weiter geht’s im Rewirpower-Stadion. Vor den Augen von 25.000 Zuschauern laufen beide Teams unverändert auf den Platz. Bremen ist klar am Drücker. Sie versuchen es über Diego, sie versuchen es über Pizarro, über Almeida und Özil, sind in letzter Konsequenz aber immer zu harmlos. Ballbesitz nach zwei Dritteln bei 61% für Bremen und doch…. Das Leder will einfach nicht ins Bochumer Tor. Die größte Aufregung der Partie war dann noch eine rote Karte in der 84. Minute. Mesut Özil kommt zu Fall und tritt im Liegen gegen den Bochumer Tomasz Zdebel nach, so wertet es zumindest der Schiedsrichter. Selbst in der Zeitlupe kann man keine Absicht erkennen: eine harte, vielleicht sogar ungerechte Entscheidung des Schiedsrichters, den guten Özil vom Platz zu stellen!
Nun, man könnte vermutlich stundenlang die Bremer Chancen aufzählen und beschreiben. Aber was bringt es, wenn es am Ende noch immer 0:0 steht? Ja, denn mit jeweils einem Punkt gehen die Spieler duschen. Richtig bringen tut der Punkt keiner Mannschaft was. Verärgerung und Unmut auf beiden Seiten. Werder für heute auf Platz 10 der Tabelle, das war sicher ursprünglich mal anders vorgesehen. Quo vadis, Werder? Morgen in einer Woche geht es gegen Köln, darauf die Woche zum Derby gegen den Erzrivalen Hamburg und am Mittwoch, den 26.11. dann gegen Anorthosis Famagusta, gegen die man im ersten Champions League-Spiel dieser Saison nur 0:0 spielte…

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