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Hertha BSC – Hamburger SV (13.Spieltag)

16.November.2008 Kommentare: 0

Hertha BSC Berlin Hamburger Sportverein, HSV

Hertha – HSV

Das zweite Heimspiel der Hertha in Folge. Nachdem die Berliner letzte Woche Hoffenheim erstklassig besiegten (siehe Spielbericht Hertha-Hoffenheim) bekommen sie es heute, ebenfalls im heimischen Olympia-Stadion, mit dem Hamburger Sportverein zu tun. Sieht man einmal von dem Debakel in Bremen ab (siehe Spielbericht Werder-Hertha) ist die Bilanz der Berliner in dieser Saison überraschend gut. Es versprach eine spannende Partie zu werden. Dennoch waren 10.000 Zuschauer weniger im Stadion als gegen Hoffenheim in der vergangenen Woche, was aber auch an den teureren Tickets und dem nasskalten Regenwetter gelegen haben könnte…

Hertha stürmte in den letzten Wochen ohne Pantelic meist besser als mit und so schienen viele Hertha-Fans nicht allzu beunruhigt, dass “Pante” wegen der Verletzung aus dem vergangenen Spiel nicht aufgestellt war und Trainer Lucien Favre für ihn den spritzigen Kacar brachte (weswegen Raffael klar nach vorne rutschte). Martin Jol, der Trainer des HSV, brache statt Aogo Demel und statt Benjamin (zuletzt sehr schwach) den Hamburger Neuzugang Jansen.

Anpfiff. Erwartungsgemäß belauerten sich beide Teams die ersten Minuten. Voronin machte in der 8. Minute einen ersten Vorstoß, doch Keeper Rost parierte glanzvoll. Die nächste Chance gab es auf Hamburger Seite in der 13. Minute. Ein Einwurf kurz vorm Strafraum landete auf Petric. Perfekte Brustannahme des Kroaten, der mit dem Rücken zum Tor steht und sich daher nicht anders zu helfen weiß, als einen Fallrückzieher zu probieren… der auch gelingt!! Sagenhaft, das 0:1 für die Gäste. Tor-des-Monats-verdächtig! (siehe auch hier, dieses YouTube-Video: Petrics Fallrückzieher-Tor gegen Hertha BSC).
Leider staunten nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Hertha. Die waren sogar so erstaunt, dass sie in der Folge das Spielen vergaßen. Die Hamburger konnten schalten und walten wie sie wollten, die Defensive der Berliner quasi nicht vorhanden. Ein Glück für das Team von Trainer Favre, dass die Hamburger Chancenverwertung in den folgenden 32 Minuten miserabel war. So blieb es bei dem einen Treffer der Hanseaten und beide Mannschaften verabschiedeten sich mit dem 0:1 in die Kabine (angeblich hat die Premiere-Konferenz nach dem Petric-Tor nicht ein einziges Mal in der ersten Hälfte das Spiel gebracht…).


Viele Fans waren noch nicht von den endlos langen Schlangen am Bier- und Bratwurststand im Berliner Olympiastadion zurückgekehrt, als ihnen schon ein gewaltiger Torjubel entgegen kam: verdammt, sie hatten ein Tor verpasst. Und was für eins! Die zweite Hälfte war noch keine 30 Sekunden alt, als der Berliner Abwehrspieler Chahed von rechts einen Traumpass auf Cicero brachte, der aus kurzer Distanz ins Tor einköpfte! 1:1 – der Ausgleich für die Berliner, den schätzungsweise 10.000 Würstchenkäufer und Bierholer nicht gesehen haben dürften…
Weiter ging es. Aktiv wirkte Domovchiyski, der nach der Pause für den tänzelnden, aber uneffektiven Brasilianer Raffael ins Spiel kam (der auch schon gegen Hoffenheim elegant-aber-ungefährlich spielte).
Viele Aktionen der Berliner gingen wieder über die rechte Seite, die Achillesverse des HSV. Hierrüber ging das 1:1 und über Rechts sollte auch das 2:1 gehen…. Nicu über rechts passt quer zum aktiven Domovchiyski: der hat keine Probleme an Rost vorbei den Führungstreffer zu erzielen! 2:1 – so hatten sich die Hamburger das sicher nicht vorgestellt…

Die Hanseaten aus dem Konzept gebracht und stürmende Berliner. Lediglich Petric in der 63. und Trochowski mit einem Fernschuss-Hammer in der 70. Minute konnten noch kleine Akzente im Hamburger Spiel setzen. Aber die Berliner, nun zunehmend defensiver, hatten auch gelegentliche Offensiv-Aktionen. Unglaublich, dass Voronin in der 79. Minute die Vorentscheidung an Frank Rost verlor, der den Ball doch noch sicherte: eine 100%ige Chance, die der Spieler aus der Ukraine da vergab. Letzte Chance des Spiels dann in der Nachspielzeit durch den Hamburger Pitroipa: doch die Berliner hatten Glück, der Schuss ging an die Latte!

So blieb es beim 2:1 für die Hertha, die nicht unverdient als Sieger vom Platz ging. Während die Hertha nach zwei Heimspielen nächste Woche nach Bochum muss (die ein unangenehmer Gegner sein können), geht es für den HSV nach hause, wo sie den Nord-Rivalen Werder Bremen empfangen: Nordderby!!

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