Da für den DFB das Leistungsprinzip nicht mehr zählt, sondern Personalfragen “philosophisch” entschieden werden, hat man sich kurzerhand von U21-Nationaltrainer Dieter Eilts getrennt (Bekanntgabe 5.November, offizielles Vertragsende 20. November 2008). Eilts hatte dieses Amt seit dem August 2004 inne und hatte zuletzt sein Team für die Endrunde der EM 2009 qualifiziert. Trotz dieser hervorragenden Leistungen passte er dem DFB nicht mehr in die “Spielphilosophie”.
Kein Wunder jedoch, dass Eilts nicht lange suchen musste, bis er einen neuen Trainerposten angeboten bekam. Tatsächlich trat er sein Amt als Trainer des Zweitligisten Hansa Rostock schon einen Tag nach seiner offiziellen Entlassung an. Er tritt dort die Nachfolge des zuletzt erfolglosen Frank Pagelsdorf an.
Als Spieler ist Eilts als Bremer Urgestein bekannt. Er absolviete in 17 Jahren (!) bei Bremen 390 Bundesligaspiele (7 Tore). Die Meisterschale hielt er als Spieler 1988 und 1993 hoch, den DFB-Pokal gewann er mit Werder Bremen gleich drei Mal: 1991, 1994 und 1999, sowie den “Europapokal der Pokalsieger” (heute: UEFA-Cup) im Jahre 1992. Auch als Nationalspieler konnte sich Eilts einen Namen machen, v.a. bei der EM 1996 in England, welche Deutschland schließlich auch gewann. Seine Leistungen in dieser EM wurden mit der Wahl in das UEFA Allstars-Team der EM 96 honoriert. Insgesamt absolvierte Eilts 31 Spiele im schwarz-weißen Dress.
Seine aktive Karriere beendete er 2002 bei Werder Bremen, wo er für ein Jahr die grün-weiße Jugendmannschaft trainierte, bevor er 2003 zunächst zum U19-, 2004 dann zum U21-Nationaltrainer berufen wurde.
