Heute: Premier League-Mannschaft Arsenal London

Einmal die Woche klettert fussballkolumne.de über den Zaun und schaut, was sich in anderen Ligen so tut.
In Deutschland kennt man “Arsenal London”
(eigentlich: Arsenal Football Club, genannt: The Gunners) vor allem, weil der Torhüter dieses Topvereins bis vor kurzem noch ein Deutscher war: Jens Lehmann nämlich. Die Ehre, die es für Lehmann bedeutet haben muss, bei Arsenal gespielt zu haben, lässt sich nur dann nachvollziehen, wenn man Arsenal etwas näher betrachtet. Um es gleich vorwegzunehmen: Arsenal gehört in England zu den sogenannten “Big Four”, den einzigen vier Teams also, die seit der Formierung der Premier League im Jahr 1993 die Meisterschaft gewinnen konnten (neben Manchester United
, FC Liverpool
und dem FC Chelsea
) – insgesamt gewannen sie seitdem drei Mal den Titel, zuletzt in der Saison 2003/04, da stand Lehmann schon im Tor der Gunners! Weiterhin war es einer der größten Erfolge des Vereines, in der Saison 2005/06 das Finale der Champions League zu erreichen. In der CL-Qualifikation hatte Arsenal mit Ajax Amsterdam sicherlich keinen leichten Gegner, erreichte jedoch als Gruppenerster das Achtelfinale. Vom Achtelfinale an landeten nur noch Brocken in Arsenals Weg: Real Madrid, Juventus Turin und FC Villarreal. Alle besiegte Arsenal ohne Gegentor! Im Finale stand Arsenal dem FC Barcelona gegenüber und kassierte hier die erste Niederlage: denn Jens Lehmann, der überragend gespielt hatte, wurde wegen einer Notbremse (zu Recht) mit Rot vom Platz geschickt. Barca gewann das Finale 2:1 und Arsenal ging leer aus.
Ab der Saison 2006/2007 spielte der Verein im neu gebauten Emirates Stadium, das im Juli 2006 eingeweiht wurde. Zuvor konnte man wegen zu geringer Stadionkapazitäten niemals wirklich eine Gewinnmaximierung durch Zuschauereinnahmen erreichen.
Aktuell (Stand: 08.11.2008) ist Arsenal nach einem 2:1-Sieg gegen ManU auf Platz 3 der Tabelle (mit 23 Punkten), direkt hinter FC Chelsea (26 Punkte) und FC Liverpool (29 Punkte).