

Das Ergbnis sieht nach einer klaren Sache aus und letztlich war es das auch, wenngleich die erste Halbzeit noch etwas mager in der Ausbeute war. Die Bayern dominierten das Spiel über 90 Minuten, dennoch stand es nach 45 Minuten noch 0:0. Klose und Toni trafen einfach nicht das Tor.
Die Partie ging in der zweiten Hälfte belebt weiter, einige Torchancen waren dabei. Aber auch hier dauerte es. Und zwar genau 12 Minuten, bis in der 57. Minute das verdiente 1:0 für den vierfachen Champions League-Sieger Bayern München fiel. Eingeleitet wurde alles wieder einmal, wie sollte es anders sein, durch Massimo Oddo, einen der besten Spieler bei Bayern zur Zeit. Er flankte von rechts rüber zu seinem französischen Kollegen Ribery, der gekonnt mit Kopf weiterleitete zu Miroslav Klose, der wiederum keine Probleme hatte, aus kurzer Distanz den Führungstreffer zu erzielen.
Ein sicheres Polster für die Bayern, die in diesem Spiel nur ein Unentschieden benötigten, um weiter zu sein. Der Aufwand durch das Tor beflügelte die Münchner dann auch gleich vier Minuten später zum 2:0. Dieses war nicht weniger schön ausgeführt, jedoch leider aus Abseitsstellung erzielt: Ein weiter Pass auf Klose (der wie gesagt im Abseits stand), der mit dem Kopf bilderbuchartig auf seinen bislang erfolglosen Kollegen Toni vorlegte. Ein Sprung von Luca Toni, der dann per Flugkopfball aus kurzer Distanz in das linke Eck traf – große Begeisterung bei Toni über sein erstes Champions League-Tor.
Das war für die Bayern schon das halbe Ticket, daher nahmen die Klinsmänner das Tempo raus und spielten defensiv. Dennoch konnten sie eine Kontermöglichkeit nutzen. Es war Ze Roberto, der schnell umschaltete, zu Ribery passte, der die rumänische Abwehr schwindelig spielte und den freistehenden Klose bediente. Der Nationalspieler hatte keine Mühe mit dem Außenrist das 3:0 zu erzielen (71. Minute). Das war die Vorentscheidung, das wusste auch Klinsmann und konnte nun das tun, was er immer am liebsten tut: wechseln! In der 78. Minute brachte er den 19-jährigen Brasilianer Breno für seinen Landsmann Lucio. In der 83. Minute nahm er Toni vom Platz und brachte Tim Borowski, der in der 87. Minute fast noch das 4:0 geschossen hätte, aber letztlich am rumänischen Keeper scheiterte.
Jürgen Klinsmann konnte sich mit 64.000 Fans im Stadion freuen: das Achtelfinale der Champions League ist erreicht. Zu klären ist nur noch die Frage, ob man es als erster oder zweiter der Gruppe F erreichen wird – diese Frage wird am 10. Dezember in Lyon geklärt werden.