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Hertha BSC – 1.FC Köln (15.Spieltag)

29.November.2008 Kommentare: 0

Hertha BSC Berlin1. FC Köln

“Bock auf Kölsch?” – Die Plakate pflasterten seit Tagen Berlin. Denn Hertha BSC Berlin empfing heute, Freitag, den 28.11.2008, die Aufsteiger aus Köln. Mit Siegen gegen Bochum, gegen Hamburg, gegen Stuttgart und sogar Hoffenheim konnte der Hauptstadtverein in den letzten Wochen auf sich aufmerksam machen. Wäre nicht die haushohe 1:5-Niederlage gegen Werder Bremen gewesen: die Bilanz der Hinrunde wäre perfekt. Cicero soll angeblich schon von der Meisterschaft träumen. Ob die Berliner weiterträumen dürfen, dass können sie heute gegen die Rheinländer unter Beweis stellen im Duell Spree gegen Rhein.

Aufstellung:
Bei Hertha spielte Pantelic zunächst einmal nicht. Er blieb auf der Bank. Für ihn spielte der Brasilianer Raffael, der zuletzt gut spielte, aber oft im Strafraum in Schönheit starb. Voronin, ein Arbeitstier, dem zuletzt nur die Tore fehlten, spielte in der Startelf. Dahinter Nicu, Cicero – beide zuletzt überragend, sowie Kacar und Dardaei. In der Abwehr die vier üblichen Verdächtigen: Chahed, Kapitän Friedrich, Stein und Simunic – letzterer momentan mit einem Leistungsniveau, das beängstigend hoch liegt. Im Tor wie immer der Tscheche Drobny.
Bei den Kölnern brachte Christoph Daum ebenfalls keine allzu großen Überraschungen, aber dennoch einige kleine Änderungen. Mondragon wie gewohnt im Tor, vor ihm kehrte Brecko zurück (zuletzt gelbgesperrt), Mohamad, Wome und Geromel – von denen zuletzt eigentlich nur Geromel konstant gut spielte. Im Mittelfeld der überragende Petit, zusammen mit Pezzoni. Broich und Ehret bekamen vom Trainer den Vorzug vor Vucicevic und Antar. Im Sturm dann Chihi und Top-Stürmer Novakovic.

Anpfiff:
Im gewohnt leeren Berliner Olympiastadion beobachteten 40.704 Zuschauer die ersten, zähen Minuten der Begegnung. Auf beiden Seiten kamen nur wenig Offensivimpulse. Es dauerte eine Viertelstunde, bis nach einer Ecke von Voronin die erste Großchance auftauchte. Kacar köpfte aufs Tor, aber Mondragon zeigte all sein Können und konnte Schlimmeres für die Kölner verhindern. Doch die Berliner waren durch diese erste Chance des Spiels aufgewacht, so dass in der 24. Minute das erste Tor fiel. Eingeleitet wurde alles durch einen desaströsen Fehlpass des Kölner Abwehrspielers Wome. Der Kameruner spielte den Ball zu Raffael, der sofort losrannte. Am Strafraum ein Pass zu Voronin, der zu Kacar, der ins Tor von Mondragon zum 1:0. Die Kölner jedoch kein Stück verunsichert kämpften weiter. Lediglich die Latte trennte Köln vom Ausgleich, als Brecko einen Wuchtschuss aus der Distanz abgab. Beide Teams nun auf Augenhöhe und mit vielen Chancen. Hertha wähnte sich schon in der Halbzeitpause, als plötzlich Köln den Turbo fand: Ehret mit schöner Flanke auf Novakovic und der per Kopf ins Tor zum Ausgleich: 1:1 in der 45. Minute. Es war der 9.Treffer des amtierenden Torschützenkönigs aus der 2.Bundesliga. Und ab in die Kabine.


Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine und spielten beherzt weiter. Doch richtig zwingende Schüsse gab es auf beiden Seiten nicht. Voronins Fernschuss parierte Mondragon hervorragend (51.Minute), Ciceros Kopfball klärte Ehret auf der Linie (58.) und der Freistoß von Wome blieb auch ohne Erfolg (62. Minute). Wenige Minuten später brachte Trainer Lucien Favre Pantelic für Cicero ins Spiel. Pante gelang nur drei Minuten nach seiner Einwechslung ein Tor, das aber -zu Recht- nicht gegeben wurde, da der Herthaner im Abseits gestanden hatte. In der 78.Minute brachte Christoph Daum Radu für Ehret, der souverän gespielt hatte. In der 82. Minute erneut eine Auswechslung bei Berlin: Domovchiyski kam für Voronin in die Partie. Domovchiyski erzielte zwei Minuten nach seiner Einwechslung beinahe das 2:0 – aber das Aluminium rettete die Geißböcke. Die letzte Einwechslung von Favre brachte dann die nötige Energie für die Schlussminuten: Ebert kam für Raffael in die Partie und brachte in der 86. Minute eine Ecke herein, die bei Pantelic landete, der mit einem sehenswerten Kopfball sein Jokertor erzielte und sich sichtlich freute. 2:1. Das war dann auch der Schlussstand.

Weiter geht’s:
Beide Teams haben eine harte Woche vor sich. Hertha spielt am Mittwoch zu hause UEFA-Cup gegen Galatasaray Istanbul (ein sicherlich brisantes Spiel!) und am Samstag in Gelsenkirchen gegen Schalke 04. Die Rheinländer empfangen am Sonntag den Hamburger Sportverein.

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