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Falko Götz neuer Trainer von Regionalliga-Verein Holstein Kiel

18.Dezember.2008 Kommentare: 0

Herbstmeister entlässt Trainer

Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung von Holstein Kiel

von eike@fussballkolumne.de, Donnerstag, 18.12.2008 Am Montag hieß es in vielen Zeitungen noch, dass der Chef-Trainer von Holstein Kiel, Peter Vollmann, “sehr zufrieden” sei mit dem 3:1-Sieg im Derby gegen den VfB Lübeck. Dazu hatte Vollmann auch allen Grund, denn Holstein Kiel sicherte sich den Herbstmeister-Titel. Es ist nicht gerade eine gängige Personal-Politik, dass der Trainer eines Herbstmeisters entlassen wird. Umso größer war die Überraschung, als die Zeitungen nur einen Tag später berichteten, dass Vollmann entlassen worden sei und für ihn nun Falko Götz das Amt des Cheftrainers übernommen habe.

“Das Projekt Kiel”
Holstein Kiel plane nach eigener Auskunft auf der Vereins-Homepage www.holstein-kiel.de kurzfristig den Aufstieg aus der Regionalliga Nord in die neugegründete 3.Liga. Dieses Ziel scheint mit der durch Vollmann erreichten Herbstmeisterschaft in greifbare Nähe gerückt. Weiter heißt es jedoch auf der Vereins-Homepage von Holstein Kiel: “Mittelfristige Zielsetzung ist es, den Verein in die 2. Bundesliga zu führen und dort zu etablieren.” Um dieses Ziel zu erreichen, hat man mit Falko Götz nun einen Ex-Bundesligatrainer an die Kieler Förde geholt. Falko Götz war zuletzt Trainer von Hertha BSC Berlin, wo er vor ca. anderthalb Jahren entlassen worden war. Vielen Fans galt die Entscheidung der Hertha, den sympathischen und gar nicht so erfolglosen Trainer zu entlassen, damals als unverständlich. Seitdem hat Falko Götz keinen neuen Verein trainiert.

Ab Januar kann er wieder seiner Trainer-Tätigkeit nachgehen und die Geschicke von Holstein Kiel lenken. Hier kann er versuchen, was vor ihm Trainer Ralf Rangnick gelang: Holstein Kiel in die erste Bundesliga hochzutrainieren. Freilich mit dem Unterschied, dass hinter Holstein Kiel momentan kein reicher Mäzen wie bei der TSG Hoffenheim steht, der die nötigen Finanzmittel aufbringt. Den Vergleich mit dem Hoffenheim-Trainer Rangnick muss sich Falko Götz dennoch gefallen lassen: auf der Pressekonferenz am Dienstag ist er natürlich sofort darauf angesprochen worden. Seine Antwort jedoch kurz und knapp: das Erfolgsmodell Hoffenheim lasse sich nicht 1:1 übertragen. Auch versäumte er es nicht, sofort klarzustellen, dass die nötigen Finanzmittel schließlich fehlten.

Der Entlassene:
Obwohl der Verein auf der Webseite “sich nochmals ausdrücklich bei Peter Vollmann und Peter Zanter für die geleistete Arbeit” bedankt, zitierte die Presse vom Dienstag Vollmanns Äußerung, dass er “menschlich maßlos enttäuscht” sei (Süddeutsche Zeitung). Absolute Einigkeit oder gar beiderseitiges Einvernehmen liegt hier ganz offensichtlich nicht vor. Bisher hatte sich Vollmann aber noch nicht weiter öffentlich zu seiner Entlassung geäußert.

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