

Nach dem 5:0-Kantersieg gegen Frankfurt in der vergangenen Woche wähnen Werder-Fans ihren Fan wieder zurück auf der Spur. Die Krise sehen sie als beendet an. Und um das zu beweisen, will man heute mit dem letzten Auswärtsspiel der Hinrunde gegen Tabellenschlusslicht Karlsruhe nicht nur 3 Punkte holen, sondern auf jeden Fall wieder tollen Fußball zeigen. Aber Karlsruhe steht mit dem Rücken zur Wand und wird heute zu hause im Wildparkstadion sicher alles geben, um hier nicht punktlos vom Platz zu gehen. Kurz: es versprach, eine spannende Partie zu werden!
Aufstellung
Miller
Celozzi, Stoll, Buck, Eichner
Aduobe, Staffeldt, da Silva, Stindl
Freis, Kapllani
Wiese
Fritz, Mertesacker, Naldo, Tosic
Baumann, Frings, Hunt, Diego
Pizarro, Hugo Almeida
Anpfiff
Ein Donnerschlag eröffnete die Begegnung: Innenpfosten nach Torschuss von Pizarro in der 20. Spielsekunde! Zweieinhalb Minuten später: Glanhzparade von Miller nach Hammerschuss von Aaron Hunt. Werder Bremen legte stark vor, aber der KSC legte nach: mit zwei Torschüssen in der 12. Minute durch Freis, die aber Tim Wiese und Naldo verhindern konnten. Werder Bremen drückte weiter, aber auch die Torschüsse von Diego in der 14. Minute und von Hunt in der 19. Minute brachten nichts ein, ebensowenig die Schüsser der Karlsruher Eichner (17. Minute) und Freis (27.Minute).
Und somit blieb die spannendste Szene in der ersten Halbzeit die Auswechslung von Hugo Almeida in der 34. Minute. Der Portugiese signalisierte, dass er verletzt sei und unbedingt ausgewechselt werden müsse. Für ihn kam Markus Rosenberg.
Insgesamt eine ausgeglichene erste Hälfte mit Torchancen auf beiden Seiten, die beide Teams ungenutzt ließen.
Die zweite Hälfte begann mit einem erneuten Wechsel für Werder Bremen: Naldo hatte Probleme mit seinem Zeh und konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam mit Özil ein offensiver Mann in die Partie. Kapitän Frank Baumann rückte in die Verteidigung. Das klappte nicht wirklich gut zu Beginn und so gehörten die ersten Minuten der zweiten Hälfte eindeutig dem KSC, der drei Riesenchancen vergab.
Werder erwachte ab etwa der 65. Minute aus dem Schlaf und zeigte gewohnte Qualität. Doch was nützen die schönsten Schüsse aufs Tor, wenn sie nicht im Tor landen? Gar nichts! Und so war es am Ende nicht Werder Bremen, die nach gefühlten zweihundert Torschüssen den Treffer erzielten, sondern der KSC!
Es war die 83. Minute, als der Karlsruher SC nach einer Ecke durch Buck den Siegtreffer erzielte. 1:0.
Kurze Zeit später ging Pizarro im Strafraum zu Boden. Der Schiedsrichter entschied nicht auf Elfmeter und es kam zu Rangeleien im Strafraum, in Folge derer Pizarro mit rotem Karton versehen wurde: eine Entscheidung die zwar klar geht, aber er hätte auch Stoll vom KSC runterschicken müssen: denn dieser hatte vorher seinerseits Pizarro angeschubst.
Fazit:
Für Werder eine kleine Katastrophe. Gegen Tabellenschlusslicht Karlsruhe zu verlieren und dass, obwohl man -mal wieder- die klar überlegene Mannschaft gewesen ist. Die Karlsruher feierten eine große Party am Ende des Spiels, die Bremer waren niedergeschlagen und kämpften gegen ihre eigenen Nerven. Die rote Karte für Pizarro und die drohende Sperre für Diego sind sicheres Zeichen dafür. Und dabei geht es nächste Woche ausgerechnet gegen den zuletzt so starken VfL Wolfsburg.
Sonst siehts für den KSC in dieser Saison ja wenig rosig aus.