Die nächsten drei Gegner von Werder Bremen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, am Samstag geht es gegen den VfL Wolfsburg, im Februar dann gegen Arminia Bielefeld und den FC Schalke 04.
Alle drei Partien haben eins gemeinsam: sie werden ohne den Stürmer-Superstar Claudio Pizarro stattfinden. Der Peruaner sah im Spiel gegen Karlsruhe die rote Karte bei einer Schubserei und musste vom Platz. Die Schlussphase des Spiels war hektisch gewesen und es kam zu einer Schubserei zwischen Martin Stoll vom KSC und Claudio Pizarro von Werder Bremen. Stoll hatte Pizarro geschubst, Pizarro hatte Stoll geschubst. Die rote Karte war als solche nicht ungerechtfertigt. Unangenehm war nur, dass nur Pizarro eine rote Karte sah, während der Karlsruher Martin Stoll ungestraft davon kam: sein Schubser und seine Provokation hätten jedoch mit gleicher Strenge in der 90. Minute geahndet werden müssen. Doch Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) zeigte nur Pizarro rot.
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied auf eine “Ohrfeige” und auf eine “Tätlichkeit gegen den Gegner” und verhängte eine Sperre für drei Spiele. Da mittlerweile sowohl Pizarro als auch der Verein Werder Bremen dem Urteil zugestimmt haben ist es rechtskräftig.
Ein harter Schlag für Werder, die diese Saison schon drei rote Karten sahen: Mertesacker erhielt völlig gerechtfertigt eine für eine Notbremse, Özil sah eine rote Karte, die weitaus weniger gerechtfertigt war und nun eben Pizarro. Berichten zufolge soll das Sportgericht auch gegen Bremens Diego ermitteln, da er einen Karlsruher Spieler gewürgt haben soll. Näheres ist jedoch bislang noch nicht bekannt.
Die Strafe trifft die sportlich angeschlagenen Werderaner hart, denn der vom FC Chelsea ausgeliehene Pizarro hat bisher in 13 Partien immerhin zehn Tore erzielt.