Boubacar Sanogo, der sich zuletzt in Bremen gegen starke Stürmer wie Pizarro und Almeida nicht mehr durchsetzen konnte, wechselt jetzt zur TSG Hoffenheim. Der Herbstmeister musste nach der Verletzung von Topstürmer Vedad Ibisevic dringend handeln und einen Hochkaräter für die Rückrunde verpflichten. Ob dieser Hochkaräter wirklich Sanogo ist, steht dabei noch in den Sternen. Der Bremer kommt auf Leihbasis zur TSG, die auch eine Kaufoption für den Spieler von der Elfenbeinküste.
Der 26-jährige Stürmer bereist damit seine dritte Station in Deutschland. Zwischen 2005 und 2006 spielte er für den 1.FC Kaiserslautern, bevor er dann ab 2006 für ein Jahr beim HSV kickte. Dort überzeugte er mit einer guten Hin- und einer schwachen Rückrunde, fiel zusehends in Ungnade bei den Hamburgern und wurde dann 2007 an die Nord-Konkurrenten von Werder Bremen transferiert. Auch hier spielte er wieder eine gute Hin- und eine schwache Rückrunde. Nach der Verpflichtung von Claudio Pizarro und der Leistungsexplosion der Stürmer Almeida und Rosenberg war für Sanogo bei Werder Bremen zusehends weniger Platz im Team und so zeigte er sich “sehr glücklich, dass der Wechsel nach Hoffenheim geklappt hat.”
Zu einem direkten Vergleich mit dem aktuellen Anführer der Torschützenliste Ibisevic sagte Sanogo in einem Interview: “Vedad ist ein Top-Torjäger, das ist natürlich schwierig. Aber ich kenne meine Qualitäten und möchte diese unter Beweis stellen.” Sollte Sanogo das gelingen und er sich bei Hoffenheim durchsetzen können, ist ein endgültiger Transfer zur TSG nicht undenkbar. Sanogo hält zwar noch einen Vertrag bis zum 30.06.2011 bei Werder Bremen, aber sollte es den Hanseaten gelingen, den Topstürmer Pizarro zu behalten, dann würde Bremen vermutlich keinen direkten Bedarf an Sanogo anmelden. Da 1899 Hoffenheim eine Kaufoption auf den Ivorer hat, könnte es passieren, dass Sanogo ab 2009/2010 endgültig im Blauweißen Dress aufläuft. Die erste Probe ist ein Spiel gegen Energie Cottbus – Da Obasi ausfällt, sind die Chancen auf einen Einsatz Sanogos sehr groß.
Bei Werder äußerte sich Klaus Allofs zu dem Transfer in einem Interview wie folgt: “Es war in den vergangenen Monaten eine gewisse Unzufriedenheit, sowohl beim Spieler, als auch auf unserer Seite festzustellen. Nach langen Überlegungen haben wir uns dazu entschlossen zum Wohle beider Seiten, dieser Vereinbarung zuzustimmen.”