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Kolumne über Fußball


Hoffenheim unterliegt zu Hause gegen Leverkusen mit 1:4

13.Februar.2009 Kommentare: 4

Eine brisanter Einstieg wurde den Fans beider Mannschaften geboten. Allerdings waren es in den ersten 20 Minuten die Gäste, die hier das Tempo angaben. Und so stand es schon nach zweieinhalb Minuten 0:1. Renato Augusto hatte sich souverän gegen Ibertsberger durchgesetzt und passte in die Mitte in den Lauf von Patrick Helmes. Der hatte keine Probleme, aus 10 Metern zum 0:1 zu treffen. Hildebrand hatte dabei keine Chance. Helmes hat nun 14 Zähler und steht damit nur noch vier Tore hinter Ibisevic. Doch damit nicht genug, das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten…. 

ibertsberger

Machte kein gutes Spiel: Ibertsberger (Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung der TSG Hoffenheim)

Nach einem Freistoß vom überragenden Renato Augusto auf Manuel Friedrich zieht dieser ab. Timo Hildebrand kriegt die Hand auf den Ball, doch Simon Rolfes ist zur Stelle und zieht aus kürzester Distanz mit dem Nachschuss das Leder ins Tor bringen. Hildebrand reklamierte, dass er den Ball gehalten hätte und Rolfes ihm den Ball aus der Hand geschossen habe, doch der Schiedsrichter hatte das anders gesehen und entschied, dass das Tor regelkonform erzielt worden sei: 0:2 (12. Minute). Marcel Reif, der Kommentator, wechselte in der Folge alle zwei Minuten in seiner Moderation seine Meinung, ob nun die Hand komplett auf dem Ball gewesen sei oder nicht. Faire Geste: auf der Homepage der TSG Hoffenheim wird die Regelkonformität nicht angezweifelt.

Nun, die TSG hatte keine Mühe, diesen Rückstand zu verdauen, denn sie drehte ordentlich auf. Mit Schüssen von Ba und Weis auf das Tor von Rene Adler meldet sich der Hausherr imposant zurück. Doch die deutsche Nummer 1 kann sich beweisen und blockt beide Bälle souverän ab. Auch als Ba im Fünfer auftauchte, war Adler zur Stelle. Marcel Reif überschlug sich: er wollte da ein Foul von Adler gesehen haben und forderte einen Elfer… glücklicherweise ist Reif nur Moderator und nicht Schiedsrichter: denn da war kein Strafstoß würdiges Foul zu sehen gewesen… Es blieb erstmal beim 0:2.

Die TSG Hoffenheim weiter bemüht. Dann gab es doch einen Elfer, als Adler den über die linke Sturmseite heranpreschenden Ba von den Beinen holte: das war gelb, das war ein Elfer und ein versenkter: Salihovic führte eiskalt aus: Adler sprang richtig, kam aber einen Tick zu spät. Damit stand es nun 1:2. Und Hoffenheim kam weiter. Sorgenfalten im Gesicht von Trainer Bruno Labbadia zeigten an, was er dachte: schon gegen Karlsruhe oder gegen Mönchengladbach gab man sicher geglaubte drei Punkte aus der Hand. Sollte heute das gleiche passieren??

marcel-reif

War mal wieder parteiisch in der Moderation: Marcel Reif moderierte exklusiv für die TSG....

Kurze Zeit später brachte ein Foul vom Ex-Bochumer Zdebel einen Freistoß aus guter Entfernung, den Salihovic klasse ausführte, der aber schließlich nur ans Netz ging: das war knapp gewesen! Dann kurz vor der Pause, sehr zum Widerwillen vom parteiischen Moderator Marcel Reif, doch noch der Ausbau des Leverkuser Vorsprungs durch Helmes. Nach einem Freistoß patzte Weis in der Abwehr, Helmes war zur Stelle und zog zum 15. Treffer in dieser Saison ab: 1:3. Pausenpfiff und die Teams gingen mit diesem Stand in die Kabine. Pause in Sinsheim.

Die Pausen-Diskussion zwischen Premiere, Rudi Völler und Jan Schindelmeiser ging natürlich viel um das fragliche Tor. Für Völler ein klares Tor und auch der Hoffenheimer Schindelmeiser gibt zu, dass es wohl regulär gewesen sei. Beruhigend, dass nur Marcel Reif sich verguckt hat….!


Zurück aus der Kabine kam mit den Blau-Weißen Chinedu Obasi. Es blieb Weis in der Kabine, der das letzte Tor verschuldet hatte und insgesamt keine gute Partie machte. Ein weiterer Wechsel bei Hoffenheim war Vorsah für Per Nilsson, der Schwede hat das erste Tor verschuldet. Aber die neuen brachten es zunächst auch nicht richtig. Leverkusen war eiskalt und zog in der 48. Minute ab. Nach einer Ecke von Barnetta ist Castros Kopf an der richtigen Stelle und macht das 1:4. Wohl die Vorentscheidung? Zumindest lehrte dieses Tor den Gastgebern Respekt: von Hoffenheim kam erst einmal eine Weile überhaupt nichts mehr…

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Es ging dann einfach nichts mehr bei Hoffenheim. Unsortiert, chaotisch, viele Fehlpässe. Leverkusen hingegen: eiskalt und sicher. In der 65. Minute Doppelwechsel bei Leverkusen: Djakpa für Kadlec und Schwegler für Renato Augusto. Das sollte noch mal frische Energie bringen. Bei diesem Spielstand und der Verfassung von Hoffenheim hätte Bruno Labbadia auch seine eigene Oma einwechseln können. Auch Ralf Rangnick wechselte, nun zum letzten Mal, in der 69. Minute. Er brachte den bislang als “Fehleinkauf” diskutierten Wellington für Sanogo. Der von Bremen ausgeliehene Angreifer von der Elfenbeinküste hatte eine schwache Vorstellung abgegeben. Ihm gelang einfach gar nichts. Mit einem Ibisevic nicht zu vergleichen.

Leverkusen zeigte sich in der Topform: das 1:5 schon fast auf dem Fuß in der 71. Minute nach Doppelpass Kießling und Helmes. Das war knapp. Auch eine Chance von Castro geht nur knapp vorbei. Mit Luiz Gustavos 9. gelben Karte erreicht das Hoffenheimer Spiel einen weiteren Tiefpunkt. Die “Leee-ver-kuuu-sen”-Gesänge der Fans nahmen kein Ende, ebenso deren “Scheiß Hoffenheim”-Rufe… Hoffenheimer Fans hingegen zu diesem Zeitpunkt ganz leise, viele verließen schon das Stadion. Leverkusen entwickelt sich zu einem Angstgegner für die Jungs aus dem Kraichgau…

In der 86. Minute noch einmal ein Wechsel bei Leverkusen. Der Torschütze Helmes verließ den Platz und der Grieche Charisteas betrat ihn. Charisteas erzielte bei seinem ersten Einsatz in der letzten Woche noch ein Tor, heute gelang ihm in der kurzen Zeit jedoch keins mehr. Das Spiel endete ohne weitere große Ereignisse mit 1:4. Leverkusen siegte verdient. Hoffenheim ist zwar immer noch Tabellenführer (39 Punkte), aber das Eis da oben wird dünner. Morgen könnte der FC Bayern München vorbeiziehen mit einem Sieg gegen Hertha BSC Berlin… Fussballkolumne.de wird natürlich live berichten.

4 Kommentare zu “Hoffenheim unterliegt zu Hause gegen Leverkusen mit 1:4”

  • Anti-Hoffenheim sagt:

    Total verdient gesiegt und der Kommentator von Premiere muss echt ne neue Brille kaufen.

    Super, Helmes wird Torschützenkönig. Leverkusen spielt bald wieder Champions League und das Beste:

    Hoffenheim kommt nur auf Platz 6.

    ICH!
    FREU!
    MICH!
    RIESIG!

  • Jakob sagt:

    hab als einziger in meiner tiprunde gegen hoffenheim gesetzt und massig punkte bekommen. ich glaube hoffenheim wird in der rückrunde richtig ablosen. platz 6 ist noch eher optimistisch. hoffenheim in der champions league ist auf jeden fall totaler quatsch udn hoffenheim im uefa-cup auch.

  • qwertz sagt:

    “Sorgenfalten im Gesicht von Trainer Bruno Labbadia zeigten an, was er dachte: schon gegen Karlsruhe oder gegen Mönchengladbach gab man sicher geglaubte drei Punkte aus der Hand.”

    Ein kleiner Fehler. Unter Labbadia gewann Leverkusen in Gladbach mit 3:1. Das war am 6. Dez ‘08.

    Viele Grüße!

  • admin sagt:

    Vielen Dank für die Korrektur, qwertz. Da haben wir uns vertan. Wir meinten in der Tat das Spiel gegen Energie Cottbus am 13.12.2008, als Cottbus in der Nachspielzeit das 1:1 erzielte und Bayer sicher geglaubte 3 Punkte raubte…

    Nochmals für Dein Adlerauge vielen Dank und schöne Grüße aus Berlin – die Redaktion

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