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1860 im Aufwind: Vier Siege in Folge lassen Ticketverkäufe in die Höhe schnellen

18.August.2011 Kommentare: 0

Nach dem gelungenen Saisonauftakt macht sich bei den Löwen endlich wieder gute Stimmung breit. Vier Spiele in Folge gewann der Münchner Traditionsverein bereits und erzielte dabei jeweils mindestens zwei Tore. Zuletzt war Erzgebirge Aue auf dem Beuteplan der Löwen. Mit dem grandiosen 4:0 zeigten die Weiß-Blauen, dass sie wieder um den Aufstieg mitspielen wollen.


Scheinbar hat Investor Ismael eine neue Ära eingeläutet. Ein auf ganzer Linie überzeugendes 5:0 erreichte das Team um Trainer Reiner Maurer vor anderthalb Wochen auswärts bei Energie Cottbus und bestätigte so die Fußball Quoten. Sowas hat es schon lange nicht mehr gegeben: Die Löwen machen Schlagzeilen durch Spielwitz, Tore und Leistung – und nicht mit Skandalen und internen Streitereien.

Seit vier Jahren stehen die Sechziger nun wieder zum ersten Mal auf einem Aufstiegsplatz. Im Interview mit tz-online zeigte sich 1860-Präsident Dieter Schneider optimistisch hinsichtlich der derzeitigen Lage, will den Ball aber flach halten. “Natürlich ist das schön, vorn dabei zu sein. Aber es gibt ein Gebot der Vernunft, und das befolgen bei uns von der Führung bis zum Trainerteam und der Mannschaft alle: Nämlich, dass wir uns richtig einschätzen. Wir haben jetzt die Chance, uns da oben festzubeißen. Mehr nicht. Man muss ja auch berücksichtigen, aus welchem Chaos wir kommen.”

Auch die Ticketverkäufe schnellten in den vergangenen Tagen wieder in die Höhe. Gegen Aue wurden 10.000 Karten an den Tageskassen verkauft, ein kleiner Rekord für den Verein. Auch dazu äußerte sich Schneider: “Es gibt viele – so nenne ich es mal – latente Fans bei uns. Wir sind jetzt so weit, dass doch etliche wieder sagen: Ach, ich glaub’, ich geh’ mal wieder raus. Aber jetzt warten wir mal die nächsten Wochen ab, wo unser Weg hinführt, dann wird das Ganze womöglich noch erfreulicher. Aber der Andrang an den Kassen am Sonntag war schon ein sehr gutes Zeichen.”

Generell scheint Schneider wieder etwas gelassener zu sein und die kleine Pause vom vereinstypischen Chaos zu genießen. Auf die Frage, ob er sich jetzt wieder mehr um sein Autohaus kümmere, da er ja mehr Zeit habt, entgegnete Schneider: “Ja, das stimmt tatsächlich. Ich kann mich jetzt einfach wieder mehr darum kümmern. Wobei ich schon hinzufügen will, dass ich perfekte Mitarbeiter habe.”

Es wird jedenfalls wieder spannend in der zweiten Liga, vor allem aus bayerischer Sicht. Auch wenn die Hoffnung noch etwas verfrüht ist: Über ein Lokalderby zwischen den Roten und den Blauen in der kommenden Saison würden sich sicherlich viele Fußballfans freuen. Zu Gunsten welcher Mannschaft die Bundesliga Wetten platziert werden, steht jedoch noch in den Sternen.

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