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Hertha gegen Union im FlexStrom-Cup 2010

FlexStrom-Cup 2010Viele Berliner hoffen schon jetzt drauf, dass es am Ende der Saison einen Berliner Relegationskrimi geben wird. Hertha BSC Berlin gegen Union Berlin. Es wäre denkbar. Hertha spielt aktuell nicht sonderlich gut (um es nett zu formulieren) und kämpft gegen den Abstieg. Union spielt derzeit überzeugend (wenn auch am Ende der Hinrunde mit einem kleinen Leistungseinbruch) und möchte gerne den Aufstieg in die erste Bundesliga schaffen. Landet Hertha auf Platz 16 der 1. Bundesliga und Union Berlin auf Platz 3 der 2.Bundesliga gäbe es ein Relegationsspiel der ganz besonderen Art: Westberlin gegen Ostberlin, Hertha gegen Union. Wer nicht bis zum Ende der Saison warten will, um dieses Spiel zu sehen, der kann schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack auf die Hertha-Union-Begegnung bekommen: beim FlexStrom-Cup 2010. (Read on …)

21. Spieltag der Fußball-Bundesliga, Teil 1

FC Bayern München 1. FC Köln

Fasching gegen Karneval. In der 13. Minute schien es, als ob für den Kölner Karneval schon der Aschermittwoch gekommen wäre: Oddo, mal wieder überragend bisher, flankte zu Klose. Der Nationalstürmer hat keine Probleme das 1:0 zu erzielen. Doch die Schiedsrichter entschieden gegen Klose und die Bayern. Klose solle angeblich im Abseits gestanden haben. Das Tor wurde nicht gezählt: eine Fehlentscheidung, da war von Abseits keine Spur. Ärger beim FCB, Alaaf beim 1.FC Köln. In der 22. Minute erzielten dann die Narren das erste Tor, das 0:1 durch Ehret. (Read on …)

Hertha BSC - 1.FC Köln (15.Spieltag)

Hertha BSC Berlin1. FC Köln

“Bock auf Kölsch?” - Die Plakate pflasterten seit Tagen Berlin. Denn Hertha BSC Berlin empfing heute, Freitag, den 28.11.2008, die Aufsteiger aus Köln. Mit Siegen gegen Bochum, gegen Hamburg, gegen Stuttgart und sogar Hoffenheim konnte der Hauptstadtverein in den letzten Wochen auf sich aufmerksam machen. Wäre nicht die haushohe 1:5-Niederlage gegen Werder Bremen gewesen: die Bilanz der Hinrunde wäre perfekt. Cicero soll angeblich schon von der Meisterschaft träumen. Ob die Berliner weiterträumen dürfen, dass können sie heute gegen die Rheinländer unter Beweis stellen im Duell Spree gegen Rhein. (Read on …)

1.FC Köln - TSG Hoffenheim (14.Spieltag)

1. FC KölnTSG 1899 Hoffenheim

Christoph Daum empfängt das Team von Ralf Rangnick im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion. Hoffenheim in Blau, der 1.FC Köln in weiß. Beck gesperrt und Ibertsberger verletzt, daher muss Rangnick in der Verteidigung Löw bringen. Obasi fehlt auch (Knieverletzung), Ba und Ibisevic sind aber fit.
Die erste Torchance der ersten Viertelstunde war ein Kopfball des Hoffenheimers Jaissle, aber ansonsten auch hier, wie in allen anderen Stadien, eine eher ruhige Partie. Nach 16 Minuten ein Sprint des Hoffenheimers Weiß, der von Wome etwas rüpelhaft unterbunden wird. 30. Minute Abseitstor durch Ba. Köln regt sich zu Recht auf!. 0:1. Bei Abgabe von Ibisevic auf Ba, stand Ba knapp aber deutlich im Abseits. Mondragon beschwert sich jedoch vergebens, der Treffer zählt, ebenso wie die gelbe Karte die der Kölner Torwart für sein Meckern von dem 30-Jährigen Schiedsrichter Deniz Aytekin bekommt. Aytekin pfeift hier seine vierte Bundesligapartie überhaupt und hat sich heute in Köln zumindest nicht gerade beliebt gemacht… Hoffenheim erobert sich glücklich die Tabellenspitze zurück. Halbzeitpause.


Und los geht’s mit der 2.Hälfte, und wie! McKenna gegen Salihovic und der Kölner muss vom Platz! Köln in der Unterzahl. Christoph Daum ist stinkesauer, STINKESAUER über diese harte Entscheidung (gelb hätte es auch getan!). Das Publikum begleitet die nächsten Minuten mit Buhen, der Schiedsrichter sollte sich hier in Köln so schnell besser nicht mehr blicken lassen. Luiz Gustavo spielt den Ball, trifft aber auch ein Kölner Schienbein. Aytekin hat die Sache nicht mehr im Griff. Die Partie außer Rand und Band…. Es spielen 10 gegen 10. Doch die Kölner sind noch zu durcheinander, alles läuft gegen sie, die rote Karte, das Abseitstor… und so kann in der 66. Minute Ibisevic sein 15. Saisontor erzielen, nachdem Salihovic an Mondragon gescheitert war: 0:2. Das war ein reguläres Tor mit alter Ibisevic-Qualität. Köln hat langsam echte Probleme! Aber Köln ist gut besetzt und Petit, der beste Spieler für die Rheinländer, kann dann doch in der 77.Minute noch den Anschlusstreffer erzielen. 1:2. Petit hatte bei einem Freistoß Glück. Der Ball war aber auch leicht abgefälscht durch Demba Ba. Ein weiteres Tor in Köln gibt es dann in der 86. Minute. Konter über Ibisevic, abgeschlossen durch Vedad Ibisevic, das 16. Saison-Tor für Ibisevic, 1:3 für Hoffenheim, das ist wohl die Vorentscheidung. Ist dieser Ibisevic klasse – wer soll ihm noch die Torjägerkanone abnehmen in dieser Saison? Nur wenige sind momentan dran, Wichniarek, Grafite oder Helmes vielleicht? In dieser Partie jedenfalls ist alles entschieden. Abfiff. Hoffenheim gewinnt gegen Köln und holt sich die Tabellenführung zurück. Ein glänzender Ibisevic empfiehlt sich für die Torjägerkanone (16 Tore zur Zeit - zum Vergleich: Helmes und Grafite haben derzeit je 11 Treffer, Wichniarek 9. Mit 8 Treffern hat der viertbeste Schütze zur Zeit, Novakovic, nur halb so viel wie Ibisevic… das ist schon beeindruckend)!

Werder Bremen - 1. FC Köln (13.Spieltag)

Werder Bremen, die Nr. 1 im Norden! 1. FC Köln

Werder Bremen - 1. FC Köln

Heute trifft der Ex-Werderaner Pierre Wome auf den Club, bei dem er bis vor kurzem noch gespielt hat: auf Werder Bremen. Der Kameruner gehörte damals zum Herzstück der hochgelobten Bremer Verteidigung, wo er zusammen mit Naldo und Per Mertesacker alles dicht machte. Die Verteidigung von Werder ist zur Zeit ein reines Desaster: “Schießbude der Liga” war für die letzten Spieltage der Spitzenclub aus der Hansestadt. Mittlerweile (dieses Spiel nicht mit eingerechnet) haben sich Borussia M’gladbach und der Karlsruher SC diesen Titel mit 24 Gegentoren geholt, Werder hat 23. Sollten sie heute ein oder mehr Gegentore kassieren sind sie wieder im Rennen um den Negativ-Titel! Köln hingegen ist mit 15 Gegentreffern derzeit zweitbeste Defensiv-Mannschaft in der Liga! Entscheidet heute im ausverkauften Weserstadion also die bessere Defensive über den Spielausgang? Wir werden sehen.

Bei Werder in der Abwehr der Österreich Seabastian Prödl, dazu Mertesacker und Naldo, sowie der Finne Petri Pasanen. Im Mittelfeld stehen Kapitän Frank Baumann, Torsten Frings und Aaron Hunt, sowie Superstar Diego. Im Sturm der ausgeliehene Claudio Pizarro zusammen mit Hugo Almeida. Im Tor wie immer Tim Wiese. Schmerzlich fehlen wird den Bremern heute der (zu Unrecht) rotgesperrte Özil.
Köln stellt in der Abwehr Brecko, Mohamad, Geromel und eben Wome auf. Im Mittelfeld stehen Pezzoni, der portugiesische Superstar Petit, McKenna und Vucicevic. Stürmen tun wie immer Antar und der sehr gefährliche Novakovic. Den Kölner Kasten hütet der Kolumbianer Faryd Mondragon.

Und Anpfiff. Die ersten 10 Minuten reißt Köln ganz klar das Spiel an sich. In der Bremer Abwehr herrscht heilloses Durcheinander. Auch Naldo, sonst so routiniert, zeigt bisher ein desaströses Stellungsspiel. Es dauert bis zur 9. Minute, bis Diego einen ersten Torschuss wagt, der aber weit drüber geht. Zwei Minuten später ähnliches Szenario, diesmal mit Frings - nur die mangelnde Präzision bleibt gleich. Dann in der 14. Minute kommt Bewegung ins Spiel. Doppelpass, Baumann dringt in den Strafraum ein, vor ihm nur noch Mondragon. Ausgerechnet Ex-Kollege Wome muss die Situation klären, indem er den Kapitän von hinten schubst, so dass er über den Torhüter stürzt. Keine Frage: Elfmeter. Diesen verwandelt Diego mit größter Ruhe und Souveränität vorbei an Mondragon ins rechte obere Eck zum 1:0. Tanz an der Eckfahne… Nicht ganz verdient die Führung, schauen wir was Werder draus macht. Sie drücken ein bisschen aufs Gaspedal. Vor allem Almeida und Diego drücken nach vorne, doch im Endeffekt bleiben sie unerfolgreich. Diese kleine Durststrecke nutzen die Kölner und drücken nun ihrerseits. Torgefährliche Situationen entstehen durch nach wie vor schlechtes Bremer Abwehrspiel. Doch dann ist es Werder, die das Ding reinmachen. Torsten Frings über rechts in den Strafraum, wo Mohamad ihn zu Fall bringt. Der erwartete Elfer wird nicht gegeben (die Zeitlupen-Wiederholung zeigt: zu Unrecht, er hätte gegeben werden müssen). Immerhin wird auf Ecke entschieden. Frings drückt rechts ein loses Stück Rasen an der Eckfahne zurecht, legt sich den Ball auf den Punkt, schaut, nimmt Anlauf und bringt ihn rein - auf den Hinterkopf des langen Naldo, der ihn mühelos ins linke untere Eck platzieren kann. 2:0 für Werder Bremen in der 45.+1 Minute. Dann Pausenpfiff. Im wahrsten Sinne des Wortes glückliche Werderaner gehen vom Platz. Ein versteinerter Christoph Daum versteht die Welt nicht mehr und starrt fassungslos vor sich hin….


Immer noch keine Statistik vorhanden, wieviele Tore in dieser Saison schon zwischen der 46. und 49. Minute erzielt wurden, aber ich wette, dass es viele waren…. Hier war es in der 48. Minute, als Köln das Tor erzielte, natürlich durch Novakovic, der von Vucicevic bedient wird. Mit ein bisschen Glück schafft er es an Mertesacker vorbei und aus mittlerer Entfernung ins Tor. 2:1 - der Anschlusstreffer ist sein 8. Treffer in dieser Saison. Werder lässt nicht lange auf sich warten und setzt sich in der 55. Minute noch einmal deutlich ab. Hugo Almeida schnappt sich eine Flanke vom eingewechselten Dusko Tosic und hämmert das Ding aus fast 20 Metern mit einem Wuchtschuss knapp unter die Latte in den Kasten. Ob Mondragon den schnellen Ball überhaupt hat kommen sehen?? 3:1 und das zweite Tor für den Portugiesen Almeida, der bisher immer hinter dem Schweden Rosenberg das Nachsehen hatte. Der Wettbewerb im Bremen-Sturm dürfte neu ausgerufen sein…
Keine zwei Minuten später hat Pizarro das 4:1 auf dem Fuß, schafft es aber doch irgendwie knapp links am Tor vorbeizuschießen. Dafür landet der stolpernde Pizarro selbst im Tor… Dennoch: Bremen kommt und lässt den Kölnern keinen Raum mehr. Köln braucht neue Impulse und verspricht sich diese von frischen Spielern: Daum wechselt aus, Sanou kommt für Pezzoni und Radu für den gelb-vorbelasteten Vucicevic (67. Minute). Schöne Aktionen der Grün-Weißen: rechts erobert Frings den Ball und zieht ab, der prallt ab, wieder auf Frings, der auf Diego in der Mitte, der weiter nach rechts auf Hunt und Schuss. Vorbei. Wenige Sekunden später Sturm der Kölner, Novakovic auf Radu, der geht im Strafraum zu Fall nach Bodycheck von Tosic, der Schiedsrichter lässt weiterlaufen und gibt keinen Elfer für Köln sondern entscheidet auf Schwalbe: merkwürdig, denn dann hätte er Radu die gelbe Karte geben müssen. In jedem Fall eine Fehlentscheidung, so oder so… das weiß auch Trainer Christoph Daum und lacht den Schiri sichtlich aus - womit er vollkommen Recht hat!
Insgesamt sehen die Fans jetzt eine spannende Bundesligapartie. Beide Teams drücken und speilen schnell und offensiv. Vor allem Almeida kann seine Visitenkarte eindrucksvoll abgeben: er spielt klasse! Hingegen fällt der Ex-Werderaner Wome negativ ab. Nicht nur sein Foul, dass zum Elfmeter führte ist schlecht, auch seine Ecken sind ziellos und ungefährlich, seine Offensivaktionen merkwürdig übereifrig und somit effektlos.
In der Bremer Abwehr hingegen stimmt nun alles: Mertesacker verteidigt brilliant, Naldo und Tosic haben auch ein großartiges Offensivspiel im Angebot und Pasanen gibt rechts ein besseres Bild ab als links! Die Fans singen zu Recht ihre Lieder: “Die-e-eeee-go” und “Hier - regiert - der SVW”.
Nun bringt Thomas Schaaf doch noch Rosenberg für den fantastischen Almeida ins Spiel (82. Minute). Rosenberg lässt sich nicht lange bitten und köpft eine Flanke von Tosic in der 83. an die Latte, das war knapp.
Radu erzielte in der 86. Minute ein Tor, doch die Zeitlupe zeigt: vier Kölner standen dabei klar im Abseits, das Tor zu Recht nicht gewertet: die Kölner meckern vergeblich. Eine Minute später erneut eine klare Abseitsstellung von Novakovic, der meckert ebenfalls, doch vergeblich. Die Bremer Abwehr hat das voll im Griff. Die Bremer Angreifer auch, 88. Minute, Hammerschuss von Rosenberg auf den Keeper. Eine Minute Nachspielzeit, die dann noch einen passablen Torschuss von Vranjes sieht. Dann Schlusspfiff, Werder nimmt drei Punkte mit gegen unglückliche Kölner.

Die Verlierer dieser Partie waren eindeutig die vier Referees, die das Spiel über weite Strecken eindrucksvoll störten. Hoffen wir, dass Pizarro nach seiner Verbalattacke gegen die Schiedsrichter aus der vergangenen Woche heute seinen Mund hält und nicht gegen den Stuttgarter Schiedsrichter Schmidt wettert (obwohl das durchaus gerechtfertigt wäre) - dann würde er wohl kaum mit bloß 3.000€ Strafe davon kommen… Nächste Woche geht es für Werder in die Nachbarstadt Hamburg zum Nordderby: da sollte Pizarro besser dabei sein! Für Köln geht es nächste Woche

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